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  • 2.Tag Füssen - Hohenschwangau - Füssen 13,5km

    Heute wollten wir eine Schlössertour machen. Hier in der Nähe befindet sich nämlich das Schloss Neuschwanstein von Ludwig dem II. Das Märchenschloss von Disneyland. Wir machten uns kurz nach 9.00 Uhr auf den Weg. Wir hatten einen eigenen Radweg und so machte das Fahren richtig Spaß. Wir hatten auch Glück mit dem Wetter. Es regnete nicht und später klarte es sogar noch auf, so dass wir auch noch ein paar Sonnenstrahlen ab bekamen. Der Weg führte nach Hohenschwangau. Von dort aus sollte man problemlos die beiden Schlösser "Hohenschwangau" und "Neuschwanstein" erreichen.

    Als wir dort ankamen, war schon recht viel los. Wir kauften uns Eintrittskarten für beide Schlösser und wurden dabei 52 DM los. Insgesamt also nichts für Sparsame. Unsere Tour für Hohenschwangau begann um 10.40 Uhr und für Neuschwanstein um 12.40 Uhr. Das mich die Touren von den Socken gerissen hätten, kann ich nicht behaupten. Die Gruppen wurden förmlich durch die einzelnen Zimmer gejagt. Kaum war die eine raus, kam die nächste rein. Die Räume waren insgesamt recht dunkel und entsprachen schon dem, was man von einem Schloss erwarten kann.

    Die Geschichte von Ludwig dem II ist eng mit diesem Schloss verknüpft. Er verbrachte hier sehr viel Zeit. Er lies auch das Schlafgemach umgestalten. Er ließ die Decke blau streichen und Sterne darauf malen. Außerdem gab es in dem aufgemalten Baum noch ein etwas größeres Loch. Die Decke konnte von einem Raum darüber beleuchtet werden, so dass die Sterne funkelnden und der Mond schien. Ludwig war schon ein wenig exzentrisch. Auf einem Berg gegenüber von Hohenschwangau ließ er dann Neuschwanstein bauen. Als wir mit der Führung fertig waren, ging es wieder in den Ort zurück.

    Mittlerweile war es bedenklich voll geworden. Es wimmelte nur so von Leuten. Das war schon nicht mehr schön. Wir suchten uns etwas zu essen und entschieden uns für einen ziemlich teuren Germknödel. Hier ist es wirklich zu empfehlen Essen und Trinken ausreichend mitzubringen. Danach machten wir uns zu Fuß auf zum „Märchenschloss“ . Es ist von außen wirklich ein ungeheuer beeindruckender Bau und unwahrscheinlich schön, ein richtiges Schloss eben. Das Schloss war auch noch nach 17 Jahren Bauzeit beim Tod von Ludwig II nicht fertig, da der Innenausbau noch nicht abgeschlossen war. Als Ludwigs Bauvorhaben immer größer und natürlich teurer wurden und er seine Regierungspflichten vernachlässigte, ließen ihn die Oberhäupter des Landes für unzurechnungsfähig erklären. Einen Tag nach seiner Ankunft in seinem Verbannungsort am Starnberger See wurde er zusammen mit seinem Psychiater ertrunken aufgefunden. Alle seine Bauvorhaben wurden daraufhin sofort eingestellt und so kam es, dass Neuschwanstein nie fertig gestellt wurde.

    Das Schloss ist nichts desto trotz sehr beeindruckend. Der Thronsaal in Form einer Basilika, ein Zimmer als Grotte gestaltet und nicht zu vergessen der große Saal im dritten Stock. Fast alle Zimmer sind mit Gemälden zu Wagners Opern ausgestaltet.

    Auch diese Tour war straff durch organisiert und war schnell beendet. Vergessen habe ich das Schlafzimmer an dem 10 Holzschnitzer mehr als vier Jahre gearbeitet haben. Zum Schluss sahen wir uns noch einen Film über König Ludwig an. Anschließend liefen wir zur Marienbrücke von der man einen wunderschönen Blick auf das Schloss hat.

    Dann machten wir uns auf den Rückweg. Es war ein sehr schöner Tag. Morgen wollen wir mit der ersten richtigen Tagesetappe nach Schongau beginnen.